Vitalstoffe – sind sie notwendig?

 

Wie kommt es zum Vitalstoffmangel?

 

A. Zum einen benötigt der Mensch heute mehr Vitalstoffe.

 

Immer mehr gefährliche Umweltgifte sind vom Körper zu verarbeiten bzw. abwehren. Hinzu kommt bei vielen Menschen beruflicher oder auch privater Stress. Rauchen und zuviel Alkohol erhöhen den Bedarf an Vitalstoffen ebenso wie Medikamente und chemische Umweltgifte. Man ist heute zudem einer erhöhten UV-Strahlung von der Sonne und mehr Ozon am Boden ausgesetzt, was unser visuelles System zusätzlich belastet.

 

B. Zum anderen erhält der Mensch heute deutlich weniger Vitalstoffe.

 

Unsere Nahrung enthält heute nicht mehr genügend Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die ausgelaugten, übersäuerten Böden geben einfach weniger her. Vorzeitige Ernte lässt viele pflanzliche Nahrungsmittel nicht entsprechend ausreifen. Zusätzliche Vitalstoffmengen gehen bei langen Transporten und industrieller Bearbeitung sowie falscher Lagerung und Zubereitung verloren.

 

Erhöhter Bedarf bei gleichzeitig verminderter Zufuhr führt  zwangsläufig zu einem Defizit an Vitalstoffen mit negativen Auswirkungen u.a. auch auf das visuelle System.

 

Insbesondere mit zunehmendem Alter stimmt die körpereigene Vitalstoffbilanz nicht mehr so richtig. Die Aufnahme vieler Vitalstoffe liegt unterhalb der optimalen Menge.

 

Gefahr durch freie Radikale (oxydativer Stress)

 

Abgesehen vom geringen Vitalstoffgehalt unserer heutigen Nahrung wird unsere Gesundheit zusätzlich von hochaggressiven instabilen Sauerstoffmolekülen, sogenannten freien Radikalen, bedroht.

 

Wie entstehen freie Radikale oder woher kommen sie?

 

Ein Teil der im Körper vorhandenen freien Radikale entsteht als Nebenprodukt des normalen Stoffwechsels.

Einen weitaus größeren Einfluss aber haben äußere Einflüsse wie intensive UV-Strahlung, Umweltverschmutzung, Zigarrettenrauch oder Abgase. Sie alle lösen eine vermehrte Bildung von freien Radikalen im Organismus aus.

 

Was bewirken freie Radikale und wie gefährlich sind sie?

 

Ähnlich wie bei den bekannten Oxidationsvorgängen und Alterungsprozessen aus der Natur (z.B. dem Rosten von Eisen oder dem Sprödewerden von Gummi), reagieren freie Radikale mit körpereigenen Fetten und Eiweißen. Diese befinden sich sowohl in der schützenden Zellhülle (Zellmembran) wie auch innerhalb der Zelle.

Bei einem Angriff der freien Radikale wird zunächst die Zellmembran, z.B. der Seh- und Sinneszellen, beschädigt. Die Zellwand wird porös, so dass die Radikalen bis zum Zellkern, dem Träger der Erbsubstanz, vordringen. So wird z.B. die Entstehung von Augenerkrankungen durch freie Radikale begünstigt.

 

Antioxydantien – Biologische Rostschutzmittel

 

Antioxydantien sind Substanzen und Stoffe, die direkt mit freien Radikalen reagieren und diese unschädlich machen. Dabei werden die Antioxydantien unwiderruflich verbraucht und müssen deshalb regelmäßig dem Körper zugefügt werden.

Die wichtigsten Antioxydantien sind die Vitamine A, C und E sowie Beta-Carotin. Einige vitaminähnliche Stoffe wie die Carotinoide und Bioflavonoide sind für den Schutz der Augen von besonderer Bedeutung.

Als Konsequenz aus den Ergebnissen aktueller Forschung wird die tägliche Zufuhr einer ausgewogenen Kombination von antioxydativen Vitaminen empfohlen, wobei im Gegensatz zu zahlreichen Medikamenten die Kombination (d.h. die gleichzeitige Gabe) der Einzelgabe vorgezogen wird, da Kombinationen der natürlichen Zusammensetzung in der Nahrung entsprechen.

 

Photo-oxydativer Stress (Phototoxizität)

 

Im Auge bestehen neben oxydativem Stress jedoch noch zusätzliche Belastungen durch den sogenannten Photo-oxydativen Stress.

Nur ein kleiner Teil des Lichts, das in das Auge trifft, wird tatsächlich absorbiert und zur Erzeugung des Sehens benutzt. Der überwiegende Teil wird durch bestimmte Moleküle absorbiert. Besonders das energiereiche blaue UV-Licht erzeugt freie Radikale und führt zu photochemischen Schäden.

Der Schaden, der an einem einzelnen Tage entsteht, ist sicher geringfügig, aber die kumulative Wirkung über Jahrzehnte führt zu einer unvermeidlichen Schädigung, insbesondere wenn effektive Erneuerungsprozesse aufgrund von Erkrankungen fehlen.

 

Abwehr von photo-oxydativen Stress

 

Prinzipiell stehen dem Augen gegen die Phototoxizität die folgenden Schutzreaktionen zur Verfügung:

 

- Entfernung geschädigter Zellen und Erneuerung durch Wiederaufbau

- Verringerung des Lichteinfalls, insbesondere von energiereichem UV-Licht

- Schnelle Ableitung der durch das Licht erzeugten Wärme

 

Die Photorezeptoren (Sehzellen) werden bei einer Schädigung abgebaut und entfernt, gleichzeitig aber auch ständig erneuert. Bei der altersbedingten Maculadegeneration ist der Vorgang des Abbaus und der Erneuerung gestört. Die Folge des „Entsorgungsproblems“ sind Ablagerungen in der Macula und langfristig das Absterben der Sinneszellen.

 

Lutein und Zeaxanthin

 

Der Schutz vor schädlichem UV-Licht und gleichzeitig die Umwandlung der darin enthaltenen Lichtenergie in Wärmeenergie geschieht u.a. durch die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin, die auch freie Radikale unschädlich machen.

Lutein und Zeaxanthin sind Carotinoide, die in hoher Konzentration im Auge vorkommen, die der Organismus aber nicht selbst herstellen kann und deren einzige Quelle die Nahrung ist.

 

Zusätzlich wird die Netzhaut durch die Proteine der Linse geschützt, welche bereits einen Teil des UV-Lichts absorbieren und damit die Netzhaut zusätzlich schützen. Allerdings werden  dabei die Linsen-Eignen Proteine geschädigt! Diese geschädigten Proteine werden durch ein spezielles Reperatursystem entfernt, das verschiedene antioxydative Enzyme, wie Vitamin C und E und Glutathion, nutzt.

 

Den Schutzmechanismus der Augen unterstützen

 

Wissenschaftliche Studien geben Hinweise, dass es durch die Gabe von Vitalstoffen gelingen kann, altersbedingten Augenerkrankungen (z.B. altersbedingte Maculadegeneration, Grauer Star, diabetische Netzhautveränderungen) vorzubeugen sowie das Fortschreiten bestehender Erkrankungen zu verlangsamen.

 

Besonders ältere Menschen, Raucher, Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetiker und Menschen, die häufig grellem Licht ausgesetzt sind, können von dieser augenfreundlichen Ernährung profitieren.